Liebe auf Bayrisch

Liebe auf Bayrisch

Dass der Bayer ein ganz besonders kurioses Exemplar ist, ist unbestritten. Auch in Sachen Liebe gilt es, den Bayern zu verstehen.
„Schatzl, i hob heid NUR vier Bier drunga“ – ein großer Liebesbeweis, wenn doch auch acht Halbe reingegangen wären.
„I hob nur zwoamoi hi’gschaut – und hi’glangd hob i gar need!“ – bei so manchem Dirndl-Dekolleté ist das für den angetrunkenen Wiesnbesucher der Treuebeweis überhaupt!
Überhaupt ist alles, was der Bayer NICHT macht, meist als Liebesbekundung zu verstehen. Erwartet man große Geschenke, vor Romantik strotzende Augenblicke und Eigeninitiative, dann hat man den bayerischen Mann noch nicht verstanden. Ein „Nicht-Hinschauen“, „Nicht-Anfassen“ oder ein „Nicht-Bussln“ sind hingegen als Ausbruch ganz großer Gefühle zu verstehen. Beispiel Wiesn: in inniger Umarmung mit seinem Bierkrug sitzt er am Biertisch – NUR mit seinem Bier. Er verschwindet nach einem Toilettenbesuch nicht für mehrere Stunden, er beäugt fremde Dekolletés nicht mit den Händen, er hält sich bei alkoholbedingten Gleichgewichtsproblemen nicht an einem fremden Hinterteil fest und kauft lieber sich selbst die 9.Maß als der feschen Tischnachbarin ein Bier auszugeben. All das zählt! Und es zählt nicht nur, es ist Ausdruck seiner großen Liebe und Hingabe, dass er all diese Dinge EBEN NICHT tut. „I hätt‘ ihra a an Schnaps ausgebn kenna – aba des hob i fei need gmachd!“ und „Mir ham NEED Freundschaft drunga“ rangieren daher in ihrem Stellenwert ganz weit oben.  

Wenn die Gefühl dann doch einmal überkochen, reagiert der bayerische Mann neben „Des hob i fei need gmachd“ zudem mit Großzügigkeit. Dann bekommt die Herzdame schon mal ein überdimensionales Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Oide Henna“ in Tischplattengröße um den Hals gewuchtet. Oder er ergattert am Schießstand im Schweiße seines Angesichts einen lebensgroßen Teddybären (alles nur für die Liebste – NICHT, dass ihm das Schießen auch nur annähernd Spaß gemacht hätte … und nur, weil sie den unhandlichen Teddybären nun selbst den halben Tag durch sämtliche Bierzelte schleppen muss, heißt das noch lange nicht, dass er kein Gentleman ist!). Die höchste und wertigste Liebesbekundung eines bayerischen Mannes ist aber immer noch folgendes Szenario: ruppig schiebt er ihr auf dem Biertisch das Hendl mit der Aufforderung „Iss“ hinüber. Und danach – Trommelwirbel! – teilt er mit ihr auch noch sein heißgeliebtes Bier. Wenn das passiert, liebe Damenwelt, dann wisst: er liebt Euch wirklich!

PS: Als Tipp für alle Männer, die sich in diesem Artikel falsch beschrieben und ungerecht behandelt fühlen – in unserem Shop gibt es tollen Schmuck und hinreißende Accessoires und wunderschöne Dirndlblusen für die starke Frau ihre Reize im passenden Dirndl zu zeigen , mit der ihr Eure Liebe mal „frauenverständlich“ ausdrücken könnt! ;)

 

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