Zu Fasching gehe ich dieses Jahr als … ?!

Zu Fasching gehe ich dieses Jahr als … ?!

Auch in München und Bayern wird Fasching immer beliebter – zwar verzeichnen wir noch keine Ausnahmezustände wie in Köln … aber dafür haben wir ja das Oktoberfest.
Wie jedes Jahr geht es also um die zu Feierzeiten lebenswichtige Frage: Als was gehe ich dieses Jahr zur Faschingsfete? Eine Google-Suche nach originellen Kostümen wirft die fragwürdigsten Ergebnisse aus: da verkleiden sich Menschen als Bierflasche (durchaus eine Überlegung wert, besonders in Bayern), als Disneyfigur, Comicheld oder Zombie (laaaaangweilig!) oder als Slipeinlage (ja, Mama und Papa sind bestimmt stolz, wenn sie dieses Bild ihres Sprösslings dann auf facebook entdecken).

Und dann tauchen da auch immer wieder diese Bilder auf, auf denen sich das feierwütige Volk als Bayer verkleidet. Ich denke an unseren australischen Besuch, der letzte Woche bei uns in München war und unbedingt „so ein bayerisches Kostüm“ haben wollte. Da kann man sich schwer entscheiden, ob man lieber weinen, sich aus Verzweiflung übergeben oder einfach nur lachen soll. Wobei man fairerweise zugeben muss: Auswärtige in Tracht sehen auch immer einfach verkleidet aus.
Vielleicht sollte man es also nehmen, wie es ist: für den Nicht-Bayern ist und bleibt Tracht eine Verkleidung. Da ändert auch ein Oktoberfestbesuch inklusive Komabesäufnis nichts daran. Und auch nicht die Tatsache, dass es sich ja um eine „Original-Tracht“ aus Bayern handelt, in der der Tourist dann zu Oktoberfestzeiten auf der Wiese hinter den Zelten liegt, um seinen Rausch auszuschlafen. Wir werden ja auch nicht plötzlich zum Orientalen, nur weil wir an Fasching als Bauchtänzerin gehen. Und den Indianern verdreht es bestimmt auch jedes Mal den Magen, wenn das alkoholisierte Faschingsvolk mit Tomahawk, Federkopfschmuck und lautem „Ayayayayayayyyyyy“ durch die Straßen der Großstädte hüpft. Traditionelle Trachten bieten eben ein breites Spektrum für Verkleidungen aller Art.

Und während dieses Jahr in Köln wieder unzählige Menschen als Bayer auf die Karnevalsveranstaltungen gehen, habe ich beschlossen, dieses Jahr einfach in Jeans und Pullover loszuziehen. Falls mich jemand fragt: ich gehe als Preuße. Einfach geht’s eigentlich nicht – warum also der ganze Stress?

Für die Zeit nach Fasching heißt es natürlich wieder: rein ins Dirndl! Und da wird man im Nanenda-Shop fündig: zeitlose, klassische, handgemachte Dirndl, die passen wie eine zweite Haut!

 
 
 
 

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